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Falsche Stempel und Prüfzeichen
In der „philatelie“ vom November 2006 wurde von 650 falschen („Blüm“schen) Stempeln und Prüfzeichen berichtet, mit denen offensichtlich Briefmarken und Belege im großen Stil verfälscht wurden. Es stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang mein Prüfgebiet davon betroffen ist? Eine Auswertung hat ergeben, dass auch Stempel des Prüfgebietes „SBZ/ DDR ab MiNr. 182“ in erheblichem Maße betroffen sind, Prüfzeichen dagegen nicht. Das verfälschte philatelistische Material dürfte inzwischen relativ weit gestreut sein.
Die Falschstempel haben ein feststehendes Datum. Dies erleichtert erheblich die Ortung von möglichen Falschabstempelungen. Bei Ausgabe bezogenen Sonderstempeln sind die Objekte der möglichen Verfälschungen am ehesten auch für den Laien erkennbar. Bei den Tagesstempeln ist bei vielen ein Fragezeichen zu setzen. Nur in wenigen Fällen sind bisher Briefmarken und Belege bekannt, die damit verfälscht/ gefälscht wurden. Auch kann nicht gesagt werden, ob überhaupt alle Falschstempel- Klischees erfasst sind. Zum Beispiel, so meine These, gibt es das Falschstempel- Klischee MÜHLHAUSEN (THÜR) c nicht nur mit dem Datum 14.11.58.-13 sondern ein weiteres Klischee mit dem Datum 13.11.58.-13.
In der nachfolgenden Aufstellung sind die Klischees erfasst, die auf das Territorium der SBZ/ DDR mit Daten nach 1945 zutreffen. Erbitte Vorlagen der betreffenden Stempel mit Daten ab dem 03.7.48, um über den Fälschungsumfang mehr Klarheit zu gewinnen. Ihr Interesse sollte sein, verfälschtes Material aus Ihren Sammlungen oder Lagerbeständen zu eliminieren.
Verweise auch auf die Internetseiten des
BDPh wo sämtliche Stempel abgebildet sind.
siehe auch
Falschstempelübersicht SBZ ab 1945
Falschstempel
Die nachfolgend im Bild vorgestellten 6 Falschstempel gehören in die
Kategorie „oft vorkommend“. Den Stempel DRESDEN A 21 c ohne Uhrzeit gibt es
nicht echt = immer falsch, ebenso der Stempel POTSDAM 1 a.
Der Falschstempel
BERLIN W 8 z hat ein feststehendes Datum 13.11.53.- 12. Ebenso hat es den
Stempel WEIMAR 1 b in dieser Form nie gegeben.
Zusammengefasst: bei den
vorgestellten Stempeln sollten Sie immer misstrauisch sein. |